ILE Klosterwinkel
Markt Aidenbach
Marktplatz 18
94501 Aidenbach
info@klosterwinkel.de
ILE Klosterwinkel
+49 (0) 8543-9603-21
Hier finden Sie demnächst die Youtube Verlinkung

In­nen­ent­wick­lung

2019-09a-1_haarbach.jpg

 

Auf der Sitzung der ILE Klosterwinkel am 05.09.2019 im Rathaus der Gemeinde Haarbach wurde die Durchführung eines interkommunalen Förderprogrammes zur Innenentwicklung beschlossen, um die Attraktivität zur Inverstition in leerstehende sowie vom Leerstand bedrohte Gebäude zu erhöhen.

Begonnen wurde die Sitzung mit den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen. Hierbei wurden sowohl Bürgermeister Karl Obermeier aus Aidenbach als erster Vorsitzender, wie auch Bürgermeister Stefan Lang  aus Ortenburg wiedergewählt. Beide bedankten sich für das in sie gesetzte Vertrauen und betonten, sich weiterhin aus persönlicher Überzeugung und mit großem Elan den Zielen der ILE Klosterwinkel widmen zu wollen.

Die Erhaltung lebendiger ortskerne, die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und Geschäftsflächen sowie die Bewahrung eines attraktiven Wohn- und Lebensraumumfeldes, sind zentrale Herausforderungen der Region. Der Nutzung von teilweise oder ganz leerstehenden Gebäuden sowie Baulücken kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Kalr Obermeier betonte, dass die zehn Kommunen das Thema "sparsamer Umgang mit Flächen" sehr ernst nehmen. Gemeinsam wollen sie die Wohnraum- und Geschäftsflächenversorgung und bedarfsweise die Beratung und finanzielle Unterstützung von Immobilieneigentümern verbessern. Dazu setzt die Integrierte Ländliche Entwicklung ein umfassendes Flächen- und Leerstandsmanagement auf, dessen nächster Schritt die Verabschiedung eines kommunalen Förderprogramms zur Innenentwicklung ist.

In einem ersten Schritt wurde vor einem Jahr eine Eigentümerbefragung durchgeführt, welche einen Überblick über die Situation in den einzelnen Kommunen lieferte. Die dabei erhaltenen Informationen lieferten wichtige Daten, welche für die weiteren Schritte im Gemeindeentwicklungsprozess notwendig sind.

Wie Bürgermeister Lang betonte, können bereits jetzt viele Gemeinden bzw. Ortsteile im Rahmen der Dorfsanierung bzw. Städtebauförderung von öffentlichen Zuschüssen profitieren. Jedoch erreichen diese Fördertöpfe nicht alle Wohnungseigentümer und Interessenten von älteren, bereits leerstehenden Wohn- und Geschäftshäusern. Um diese Lücke zu schließen und erste Anreize zu deren Sanierung zu schaffen, soll dieses zusätzliche Förderprogramm durch die teilnehmenden Kommunnen aufgelegt werden.

Erarbeitet und vorgestellt wurden die Inhalte von den Vertretern der zuständigen Planungsbüros Dr. Fruhmann (Parsberg) und Planwerk (Nürnberg). Sie betonten, dass Voraussetzung der Förderung eine Bauberatung sei, welche bestellte Berater von der jeweiligen Kommune anbieten. Auf Grundlage dieser Beratung kann für eine Sanierungsmaßnahme eine Fördersumme von bis zu 10.000 € gewährt werden. Der mehrseitige Entwurf wurde vom Gremium Schritt für Schritt durchgearbeitet, einzelne Punkte auf diverse inhaltliche Varianten überprüft und intensiv diskutiert. Am Schluss stand ein von allen Gemeinden getragenes Dokument von weitreichender Bedeutung für die Arbeit der ILE in den nächsten Jahren. Vorbehaltlich der Zustimmung der kommunalen Gremien soll dieses Förderprogramm bereits 2020 starten.

Nach weiteren Tagesordnungspunkten, wie der Bericht des ILE-Managers sowie Beratungen zum Arbeitsbereich des Klimaschutzes, konnte die Sitzung nach knapp dreistündiger intensiver Beratung erfolgreich beendet werden.